ClickCease Wie optimiere ich meine Google Ads Konto Struktur? | pechschwarz®
18. November 2022
Online Marketing, SEA

Wie optimiere ich meine Google Ads Konto Struktur?

1.

Kontostruktur optimieren

Durch die stetige Entwicklung von Google hat sich selbstverständlich auch die Kontostruktur weiterentwickelt. Früher war ein Konto mit einer Kampagne, maximal zwei Anzeigengruppen und ein paar hundert Keywords der Standard – heute gibt es zwei empfohlene Vorangehensweisen, auf die wir in dem folgenden Blog genauer eingehen wollen.

2.

Granulare Struktur

Der erste Ansatz, auf den wir eingehen ist eine sehr granulare Vorgehensweise.
Bei dieser Variante erstellst Du viele verschiedene Anzeigengruppen, die unterschiedliche Themen, Keyword-Gruppen oder Produktgruppen aufgreifen.
Im Idealfall beinhaltet eine Anzeigengruppe nur wenige Keywords, sodass Sie zielgenau aussteuern kann.
So kannst Du Dein Budget effektiv nutzen, mehrere Anzeigen gegeneinander testen und je nach Tagesbudget das Budget zwischen den verschiedenen Anzeigengruppen shiften.

Wie Du die Anzeigengruppen unterteilst, ist immer abhängig von den Zielen des Unternehmens.
Zum Beispiel kannst Du Deine Kampagne nach Generischen und Brand-Keywords unterteilen.
Beispiel:
Eine Kampagne füllst Du mit Brand Keywords (Unternehmensname), die andere Kampagne füllst Du mit generischen Keywords.
Achte stets darauf nicht zu viele Keywords zu verwenden, damit Du den Streuverlust so gering wie möglich hältst.
Auf diese Weise kannst Du Dein Konto granular strukturieren.

3.

Struktur nach Landingpage

Der zweite Ansatz der Kontostruktur ist die Orientierung nach Landingpage. Hast Du eine Kampagne mit drei Landingpages, erstellst Du entsprechend drei Anzeigengruppen mit den entsprechenden Keywords. Diese Herangehensweise ist weniger kleinteilig und eignet sich grade dann, wenn Du wenig Zeit und Ressourcen zur Verfügung hast. So behältst Du durch die klare Zuteilung, vor allem bei großen Accounts den Überblick.

Bei dieser Variante solltest Du Dir den Vorteil von Responsive Search Ads zu Nutze machen, wodurch Google die beste Kombination aus Titel und Beschreibung bestimmt.
So bleiben Deine Anzeigen trotzdem relevant, auch wenn die Struktur nicht so granular wie beim vorherigen Beispiel ist. Zusätzlich kannst Du noch Anzeigenerweiterungen hinzufügen, welche die Relevanz zusätzlich steigern.

Entsprechend Deiner Landingpage clusterst Du nun Deine Keywords. Dies sollte aber auch im Rahmen gehalten werden. Grundsätzlich lässt sich sagen, je kompakter, desto besser. In der Praxis erweist sich, dass Du mit maximal 15 Keywords pro Anzeigengruppe und pro Landingpage gut aufgestellt bist. Hast Du beispielsweise 50 Keywords, kannst Du davon ausgehen, dass Deine Anzeigen nicht für alle Kombinationen relevant sein können.
Sollten mehr Keywords zu einer Landingpage passen, erstelle eine weitere Anzeigengruppe und versuche, die Keywords entsprechend aufzuteilen.

Um Keyword Kannibalismus zu verhindern, arbeitest Du am besten mit Cross-Negatives. Du solltest in der Regel Keywords aus anderen Anzeigengruppen als exakt-negative Keywords hinzufügen. So vermeidest du, dass sich Deine Keywords und Anzeigegruppen gegenseitig kannibalisieren. Seitens Googles heißt es zwar das dieser Schritt nicht notwendig sei, in der Realität sieht man aber, dass Keyword-Kannibalisierung weiterhin regelmäßig vorkommt.

4.

Optimierte Struktur

Ist die Entscheidung auf eine grundlegende Struktur gefallen, kannst Du einen Schritt weiter gehen. Das Konto wird mit Kampagnen und jeweils einigen Anzeigengruppen geführt. Nun arbeitest Du aber mit mehreren Keyword-Optionen, um noch mehr Kontrolle zu bekommen.

Hierfür erstellst Du Anzeigengruppen mit den folgenden Keyword-Optionen:

• Exact Match (Genau passend)
• Phrase Match (Passende Wortgruppe)
• Broad Match (Weitgehend passend)

So kannst Du testen, welche Suchbegriffe gut performen. Nehmen wir beispielsweise die Broad-Anzeige. Die Keywords, bei denen viele User konvertieren, übernimmst Du einfach für die „Exact Match“ Kampagne. So kannst Du passende Anzeigen für diese Keywords erstellen und kommst so dem realen Suchverhalten eines Users immer näher. Im Umkehrschluss bedeutet es, dass Deine Anzeigen immer relevanter werden und Dein Budget optimal einsetzt.

5.

Erweiterungen um Negative Keywords

Um die Relevanz Deiner Anzeige noch weiter zu steigern, kommen nun Negativ-Keywords ins Spiel. Dazu fügst Du ein Begriff der Exact-Match Anzeige als negatives Keyword in der Phrase-Match Anzeige hinzu. Das Phrase-Match Keyword wird als Negativ-Keyword der Exact-Match Anzeige hinzugefügt. Das hat den Vorteil, dass die richtigen Anzeigen bei den exakten Suchanfragen der User ausgespielt werden. So mit steigt die Relevanz weiter an.

Im E-Commerce kannst Du die granulare Struktur auf jede Phase der Customer Journey anwenden.
Beispiel: Smartphone -> I Phone -> I Phone 14
Auf diese Weise kannst Du nun auch die Kosten verteilen, da sich schließlich die CPAs und der gewünschte ROAS in den verschiedenen Phasen unterscheiden.

Durch diese Erweiterung wird es Dir möglich sein das Remarketing weiter anzuschieben, so wie noch präzisere Ads auszuspielen. Nun weißt Du ganz genau, dass über eine bestimmte Kampagne nur User auf Deine Seite kommen, die noch ganz am Beginn Ihrer Customer Journey stehen.
Im nächsten Schritt sieht der User, der sich in diesem Beispiel für ein Smartphone von Apple interessiert, ein Modell der Marke. Im Remarketing lassen sich User beispielsweise gut über YouTube ansprechen.

Eine andere Herangehensweise wäre es die Struktur auf Geräte auszurichten. Dies ist in Branchen sinnvoll bei denen es klar ist, dass die User auf gewissen Geräten besser konvertieren als auf anderen.
Beispiel: Ein Schönheitschirurg wirbt für seine Praxis und will Leads durch Anrufe generieren. Die Ausrichtung auf das Smartphone wäre in diesem Fall also praktisch.
Dennoch ist diese Herangehensweise im Allgemeinen eher unüblich, macht aber deutlich, was theoretisch möglich ist.

So kannst Du Deine Ads praktisch personalisieren. Du erreichst so eine noch höhere Relevanz, was im Gegenzug mehr Conversions bedeutet. Aber diese Variante ist auch mit Arbeit verbunden. Du hast zwar die volle Kontrolle, musst das komplette Kampagnen Konstrukt aber auch händeln können. Hast Du nicht die dafür benötigten Ressourcen, orientiere dich lieber an den grundlegenden Strukturen.

Themen:
  • Google Ads
  • Online Marketing
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